Was bleibt letztendlich?

Die Kunst hat es schwer mit der „Konjunktur“ – wenn der echte Mensch immer mehr zwei-als dreidimensional wahrgenommen wird, z.B. im Chat oder Dating, da hat nicht nur der Mensch, sondern auch die Kunst an Raum verloren. So gut wie alles wird heute medial platt gemacht und ist eine logische Folge der veränderten Sichtweise dessen, wie Dinge an Menschen gelangen.

Es gibt Analogien in der Geschichte, als die Menschen anfingen, die Sicht von der Eisenbahn heraus zu sehen. Die Menschen kannten damals nur den Blick vom Fußweg aus oder vom Pferd. Die Eisenbahn lieferte ihnen nun ein beschleunigtes, vorbeihuschendes Bild – den „Blick“. Das verunsicherte den Menschen auch, andere sahen es als Bewusstseinserweiterung. Heute machen wir platt was „optisch haptisch“ ist, vereinheitlichen durch Filter, was kein Wahrnehmungsfortschritt ist.

Die technisierte Welt hat ein merkwürdiges Phenomen, sie ist sehr auf den Pragmatismus angelegt, also auf eine schnelle Kommunikation von Daten und Informationen. Sie übernimmt aber auch immer mehr die emotionalen Bereiche, die ästhetischen Bereiche. Die Gefahr die darin liegt ist, dass wir alles schnell konsumieren mit der Konsequenz, dass wir dadurch in eine Unterhaltung rutschen, dass selbst Dinge, die ästhetisch sehr wertvoll sind, sehr kurz nur konsumiert werden, weil das nächste schon in der Warteschleife steht.

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jh Nov 2020 Hip SW

Ich heiße Jörg Hill, in Neu-Ulm geboren, ich lebe und arbeite im Lkr Karlsruhe. Von Beruf bin ich Mediengestalter und übe diesen Beruf seit 20 Jahren aus. In den 2010er-Jahren studierte ich Bildende Kunst an der Kunstakademie Mannheim. Die Fotografie betreibe ich seit vielen Jahren als Hobby, gelegentlich auch die Malerei. Regelmäßig bin ich innerhalb von Baden-Württemberg in Gruppenausstellungen mit Fotoarbeiten vertreten.

FOTOGRAFIE
Meine Arbeit im Kunstkontext in der Fotografie ist manchmal abstrakt und beinhaltet Elemente des Surrealismus, der Geometrie, des hohen Kontrasts oder sie geben Realitäten sowie die Verschiedenheiten des menschlichen Lebens wider. Stimmung und Atmosphäre spielen eine große Rolle. Eine weitere Signatur meiner Arbeit ist die Verwendung des menschlichen Elements und des negativen Raums, um eine narrative Dimension hinzuzufügen. 

MALEREI
Im Wesentlichen widme ich mich der figurativen Malerei, in der mich narrative, expressionistische Ausdrucksformen, faszinieren. Bevorzugt male ich Menschen zu Themen die mich emotional berühren, aber hin und wieder sind auch Motive dabei, die im Gegensatz dazu völlig losgelöst von jeglicher Thematik sind.

Ich fasse Personen zu verschiedenen Darstellern in einer Gruppe zusammen, die dann in meinen Kompositionen miteinander harmonieren oder aber auf provokative Art disharmonisch kommunizieren. Die Figuren entspringen meistens meiner Phantasie, sind also völlig fiktiv und komplett von mir erschaffen. Das Essentielle für meine Bilder ist dabei ihr Ausdruck, speziell in ihren Gesichtern, welche ich manchmal mit einer bis hin zur karikaturähnlichen Ausdrucksform übertrieben darstelle.